Da Ladinische im Südtirol

31.01.10 ¦ +

Als Tourist fällt einem gar nicht so auf, dass in Italien – neben dem Italienisch – noch eine Vielzahl kleinerer Sprachen existieren, die teilweise manchmal nur noch von ein paar zehntausend Menschen gesprochen werden und daher vom Aussterben bedroht sind. Damit ist bestimmt nicht das Deutsch im Urlaubsland Südtirol gemeint, auch wenn beispielsweise in der Provinzhauptstadt Bozen die deutliche Bevölkerungsmehrheit Italienisch spricht. Anders verhält es sich mit dem Ladinischen. Ein paar Täler im Südtirol, im Trentino und Beluno gesprochen wird. Es soll noch 30.000 Menschen geben, die diese Sprache wirklich Beherrschen. Zwar gibt es in den letzten 20 Jahren seitens der offiziellen Stellen enorme Bemühungen, die Sprache m Leben zu erhalten, aber ein Verschwinden als gesprochene Sprache ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Nicht gut sieht es für die deutschen Dialekte Zimbrisch und Walserdeutsch aus, die sich nur noch als ganz kleine Sprachinseln über wenige Dörfer erhalten haben.

Weitere Minderheitensprachen in Norditalien sind das Moliseslawisch, Okzitanisch, und Furlanisch. Auf Sardinien sprechen etwa 80% der Einwohner Sardisch, in der Stadt Alghero Katalanisch. Im Süden Italiens haben sich Sprachinseln des Arbëresh und Griko (ein Mischdialekt aus Byzantinisch, Griechisch und Italienisch) erhalten.

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